Diese Luft die mir zum atmen fehlt...

Einige Tage habe ich nun nichts mehr geschrieben, der Umzug kam mir in die Quere... Ohne einen funktionierenden Telefonanschluss ist man beim bloggen aufgeworfen... Doch nun nach all den Tagen kann ich wieder niederschrieben was mich so beschäftigt...

Die letzten zwei Wochen haben mir den sprichwörtlichen Atem geraubt... Immer wieder kamen die ein oder andere Kleinigkeit und manchmal auch die größeren Dinge die begonnen haben mich wieder aus der Bahn zu werfen...

Auf der Arbeit läuft es wie die letzten Wochen immer noch schleppend, es fehlt Personal ohne Ende, aber das kann ich nicht ändern, ich kann nur jeden Tag auf´s neue bei uns versuchen weiter zu machen und hoffen endlich die Ruhe in die Gruppe zu bekommen nach der ich mich in meinem Alltag in der Einrichtung sehne...
Wobei Ruhe was ist das wenn man jeden Tag mit vielen Kindern zusammen ist, Kinder sind ein Geschenk Gottes und es ist nach wie vor mein Traum mit ihnen zu arbeiten, denn meinen Traum einer "kompletten Familie" werde ich wohl nie erfüllen können....
Dafür läuft mir einfach die Zeit weg... Und ohne den Menschen der das alles mit mir teilen will brauche ich gar nicht erst träumen.... Auch wenn es schwer ist, aber ich verabschiede mich langsam von diesem Traum...

So möchte ich dennoch den anderen Traum, meinen Traumberuf weiter leben, wobei mir das auch immer schwerer fällt... Bei all der Belastung fehlt mir die Luft die man zum atmen braucht um einfach der alltäglichen Belastung gerecht zu werden...
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Und dann kommt noch das private ich und meldet sich...
Ich habe in den letzten Wochen nur noch geschaut das ich funktioniere, immer in dem Wissen "breche ich zusammen, bricht alles hier in dieser Familie zusammen"...

Es ist der Kapitän der das sinkende Schiff, wenn als letzter verlässt, der mir im privaten Bereich das Genick bricht...

Dabei kann ich doch schon lange keine Luft mehr holen und tief durch atmen, denn da sind so viele Dinge die allein auf meinen Schultern lasten...
Da ist ein Kind das seelisch so durch ist, das den Vater seid Wochen nicht mehr gesehen hat und mich dafür verantwortlich macht, das auf einen Platz zur Kinderreha wartet (auch das muss ja organisiert werden)...

Und die neue Wohnung, die alte bin ich ja los, auch wenn ich einige Zeit mit mir gehadert habe ob das alles richtig ist was ich tue, ich zwischenzeitlich alles hinwerfen wollte, so bin ich nach zwei Wochen die ich nun hier wohne unglaublich froh das nicht getan zu haben und meine alte Übergangslösung los zu sein...
Dieser Umzug war ein endgültiger Befreiungsschlag gegen meinen EX Mann... Ich bin da nun komplett aus der Gegend weg, bin wirklich an das andere Ende der Stadt gezogen...
Das war ein unglaubliches Gefühl an Freiheit, auch wenn mich ein wenig die Wehmut traf, denn immerhin habe ich auch lieb gewonnene Menschen dort gelassen...
Aber wirklich habe ich sie nicht da gelassen...
Mir fehlen nur die Abende an denen mein Nachbar einfach zum quatschen da war... Nun sitze ich hier überwiegend alleine und habe niemanden mit dem ich über ll das was mich in meinen Alltag bewegt reden kann...

Ich hoffe sehr das sich solche Menschen in der nächsten Zeit wieder in meinem Leben einfinden und ich meine Abende nicht zu sehr allein verbringe...
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Denn nun kommt genau das was ich eigentlich hoffte nie erzählen zu müssen, mein Held ist nicht mehr so oft hier wie er es am Anfang noch war...
Es ist zwar gut das er sich sein leben noch irgendwie bewahrt, aber dennoch habe ich oft das Gefühl nicht Teil seines Lebens zu sein!
...

Doch was soll ich nun dazu sagen?? Er hat sch dazu entschieden sein Leben auch in seiner Wohnung statt finden zu lassen, doch gehe ich her vor Einsamkeit und Sehnsucht kaputt...
Gleichzeitig ist da so eine extreme Unsicherheit in mir (was ist wenn er sich mit einer anderen, womöglich seiner Ex trifft)... Eigentlich sollte ich mir jetzt auf die Finger hauen das ich solche Gedanken habe...
Aber ich kann es nicht, ich habe immer wieder das Gefühl das er seine Ex nicht hinter sich lässt... Habe das Gefühl nicht das für ihn zu sein was ich hoffte sein zu können...

Es sollte doch so sein das der andere in deinem Leben der Hafen in der stürmischen See ist... und das scheine ich nicht zu sein...

Auch er sagte mal vor kurzem zu mir "dein Leben ist mir zu anstrengend"... Na prima, noch ein weiterer Mensch der mir genau das erzählt! Und ich stecke mitten drin in diesem Leben... Was soll ich denn sagen??? Ich habe mir dieses Leben und die sogenannte raue See nicht ausgesucht, ich habe mir nicht ausgesucht in der letzten Zeit emotional die Luft abgeschnürt zu bekommen und muss dennoch zu sehen das ich weiter mache und hoffen das nicht jeder Anfall an Atemnot irgendwann dafür sorgt den letzten Atemzug zu tätigen...

Also hole ich immer wieder tief Luft (wenn es mir möglich ist) und atme einfach weiter und harre der Dinge die da kommen...
Dazu gehe ich so flexibel mit den Dingen um wie ich kann... aber dennoch bleibt einfach all die Unsicherheit die ich spüre, ich wünschte mir würde endlich mal wieder jemand sagen das ich all das was die letzten Monate war gut gemacht habe... Und das irgendwann Besserung in Sicht ist...
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Und nun an dem Tag an dem ich älter werde beginne ich den Tag auch noch damit hier zu schreiben, weil mich die Einsamkeit übermannt...
Na dann mal Prost auf das neue Lebensjahr und euch einen schönen Tag....

13.10.16 00:04

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